Accessibility Standards
Accessibility meint, dass Informationen im Internet für alle Menschen uneingeschränkt zugänglich gemacht werden sollen – unabhängig von Einschränkungen oder der Anwendung von bestimmten Programmen. Um dies zu garantieren, müssen Hindernisse oder sogenannte Barrieren in allen Belangen abgebaut werden. Bei einem uneingeschränkten Zugang einer Webseite spricht man auch von einem barrierefreien Webauftritt.
Checkliste für Webmaster

Wie können Webseiten barrierefrei gestaltet werden?
Auf der Checkliste für Webmaster finden Sie auf einen Blick, praxisnahe Tipps zur Umsetzung von barrierefreien Inhalten auf der Webseite unibe.ch.
Checkliste Accessibility (PDF, 104KB)Detaillierte Informationen zur Accessibility
Wie lautet die politische Gesetzgebung in der Schweiz?
In der Schweiz müssen gemäss Behindertengleichstellungsgesetzt (BehiG) Websites von Bund, Kantonen und Gemeinden für alle Menschen zugänglich sein. Dies ist eine wichtige Grundvoraussetzung für die Chancengleichheit in Ausbildung und Beruf sowie im gesellschaftlichen und privaten Alltag. Der Webauftritt der Universität Bern richtet sich nach den aktuellen Richtlinien des Bundes und gestaltet sich barrierefrei.
Worin besteht der Nutzen von Accessibility?
Von Accessiblity profitieren nicht nur Menschen mit einem eingeschränkten Seh- oder Hörvermögen sowie motorischen oder kognitiven Beeinträchtigungen, sondern immer mehr auch ältere Menschen mit altersbedingten Einschränkungen. Ebenso trägt die Umsetzung von Accessiblity massgeblich zur Nutzerfreundlichkeit einer Webseite bei. Die Nutzerfreundlichkeit wird beispielsweise durch die Vorgabe von klaren und einfachen Strukturen sowie durch die Verkürzung der Ladezeiten einer Webseite verbessert. Ein barrierefreier Webauftritt bietet zudem eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung.
Wie wird Accessiblity konkret umgesetzt?
Die Organisation «W3C» erliess mit den «Web Content Accessibility Guidelines» internationale Standards für die Barrierefreiheit von Webseiten. Die Weisung des Bundes gibt die Regeln vor, wonach Webseiten von Bund und Kantonen innerhalb des Geltungsbereichs die Konformitätsbedingungen des Web Content Accessiblity Guidelines (WCAG 2.0) erfüllen. Die WCAG 2.1 sind in vier Grundprinzipien unterteilt: «Wahrnehmbar», «Bedienbar», «Verständlich» und «Robust». Die obengenannten Konformitätsbedingungen erfüllt auch die Webseite der Universität Bern. Viele der wichtigsten Grundvoraussetzungen für die Umsetzung von Accessiblity werden bereits durch das Content Management System der Universität Bern vorgegeben. Der gesamte Webauftritt inkl. Fakultäts- und Insituts-Websites ist gemäss den aktuellen internationalen Standards umgesetzt und demnach barrierefrei. Es gibt jedoch einige, vorwiegend redaktionelle Aspekte, welche die Webmasterinnen und Webmaster berücksichtigen sollten. Als Beispiel hierfür können die Einhaltung der Hierarchie der Überschriften oder die Ergänzung von Bildern durch den WAI-Text genannt werden. Falls Sie mehr Informationen zur konkreten Umsetzung von Accessiblity wünschen, stellen wir Ihnen eine Checkliste zur Verfügung.
Welche Trends gibt es in Bezug auf Accessibility?
Ein Trend in Bezug auf Accessiblity ist die Verwendung der sogenannt «leichten Sprache». Es wird fälschlicherweise oft davon ausgegangen, dass die meisten Menschen lesen können und Texte verstehen. Jedoch fällt fast einer Million Menschen in der Schweiz das Lesen schwer. Von der Verwendung der «leichten Sprache» profitieren verschiedenste Gruppen: Personen mit Lernschwierigkeiten, mit geringen Deutschkenntnissen, mit Hirnschädigung, mit Demenz oder hohem Alter, mit Sinnesbehinderung sowie kognitiven Beeinträchtigungen. Da das öffentliche Bewusstsein für die Inklusion wächst, werden Inhalte, die durch «leichte Sprache» vermittelt werden immer wichtiger. «Leichte Sprache» zeichnet sich beispielsweise durch kurze Hauptsätze oder aussagekräftige Illustrationen aus. Nach diesen Kriterien wurde beispielsweise die Webseite des Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen umgesetzt.
Die Umsetzung der «leichten Sprache» stellt im universitären Kontext eine besondere Herausforderung dar, da oft komplexe Informationen vermittelt werden. Die Relevanz und Verständlichkeit der Texte soll im Vordergrund stehen.